Beratende Service Nummern für Schwangere gibt es wie Sand am Meer. Wer Fragen oder Sorgen hat, hat diverse Rufnummern zur Auswahl, um sich Hilfe zu holen und Tipps geben zu lassen.

Solche Service Nummern sind eine gute Sache, schließlich sind sechs von zehn Müttern Erstgebärende. Es gibt also viele Fragen und man kann ja nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Frauenarzt gehen. Natürlich sollte der Gynäkologe die erste Anlaufstelle sein, aber Krankenkassen, Frauenverbunde und andere Organisationen bieten Rufnummern an, bei denen sich Schwangere weiterhelfen lassen können.

Ein schönes Beispiel ist die Krankenkasse Bahn-BKK, die eine kostenfreie Service Nummer eingerichtet hat, um Schwangere rund um Mutterschaftsgeld, Mutterschutz usw. zu beraten. Kostenlose Nummern erkennt man in Deutschland übrigens an der Vorwahl 0800, das sind die sogenannten Freephone-Rufnummern.

Allen Unternehmen und Organisationen, die diesem Beispiel folgen möchten, stehen viele Firmen zur Verfügung, die einem eine Service Nummer einrichten können. Man kann sich aus einem Pool von Service Nummern eine Rufnummer aussuchen, die dann auf die eigene Nummer freigeschaltet wird. Somit ist die eigene Service Nummer innerhalb weniger Minuten erreichbar.

Natürlich kann man sich auch seine Wunschnummer bei der Bundesnetzagentur reservieren lassen. Um sich eine möglichst einprägsame Nummer zu sichern, muss man aber schnell sein, gute Rufnummern sind natürlich auch schnell vergeben.

Eine kostenlose Service Rufnummer ist natürlich immer mit Kosten verbunden. Schließlich zahlt der Angerufene die Kosten für das Telefonat, was 5 bis 25Cent (aus dem Mobilfunknetz) pro Minute ausmachen können.

Nicht ganz kostenlos sind also Service Rufnummern wie 0900; 0180 oder 01379. Hier bestimmt meist der Anbieter der Service Nummer selbst, wie viel die Anrufer das Gespräch kosten soll. Solche Rufnummern bringen zwar Gewinne ein, können auf Kunden und andere Anrufer aber abschreckend wirken.

Vor allem 0900 und 0180 Nummern erzeugen Misstrauen. Und das meist zu Recht, schließlich kann der Anbieter ohne Weiteres 2€ pro Minute oder 10€ pro Anruf verlangen. Über die Gebühren sollte man sich also vor dem Anruf informieren.

Kostenlose Service Nummern stimmen die Kunden vor allem bei längeren Wartezeiten gnädig. In einem Servicecenter kann es schon mal länger dauern, bis ein Kunde zum richtigen Sachbearbeiter durchgestellt wird. Kostet das ganze den Kunden dann auch noch Geld, wird er schnell unzufrieden.

Auf der anderen Seite sind lange Wartezeiten bei einer für den Anrufer kostenfreien Rufnummer für das Unternehmen recht teuer. Ausreichend Personal liegt da also auch im Sinne des Unternehmens. Und gut beratene und zufriedene Kunden sind schließlich oft ein wirksames Werbemittel für Neukunden.

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